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Religionskunde und Ethik

Grundlagenfach

Religionen und religiöse Gemeinschaften prägten durch die gesamte Menschheitsgeschichte hindurch die menschliche Kultur – und damit auch die heutige Gesellschaft, in der wir alle leben. Dies wird nicht nur an architektonischen, künstlerischen und literarischen „Monumenten“ (z. B. Gotteshäuser, Gemälde und Heilige Schriften) sichtbar, sondern zeigt sich je nach Kulturkreis auch deutlich im Alltag durch unterschiedliche Weltbilder, Praktiken und Lebensregeln (z. B. Vorstellungen von einem Leben nach dem Tod, Feste und Feiern, Menschenrechte). Diese Vielfalt gilt es im Unterricht zu entdecken.
Ethische Fragestellungen beispielsweise rund um die Themenbereiche Biomedizin, Gentechnik, Geburt, Sterben und Tod (z.B. Abtreibung, Klonen, Designer-Babys, Sterbehilfe, Todesstrafe) prägen unseren Alltag und werden uns auch in Zukunft noch beschäftigen. Hintergrundwissen zu diesen Themenbereichen hilft, folgerichtig zu argumentieren, bestehende Argumente kritisch zu untersuchen und zu verantwortbaren eigenen Entscheidungen zu gelangen.
Durch vertieftes Wissen und Verständnis für andere Religionen, Gemeinschaften, Kulturen und Ansichten gelingt es immer wieder, eigene Ängste, Vorurteile und Intoleranz abzubauen und stattdessen eine Haltung der Toleranz gegenüber von multikulturellen und multireligiösen Gesellschaften aufzubauen und ethische Herausforderungen differenziert anzugehen.
Ziel ist, durch Fachwissen zu einer eigenständigen, begründeten Positionierung gegenüber der Vielfalt von Religionen und religiösen Phänomenen zu gelangen.
Damit leistet das Fach Religionskunde und Ethik einen wichtigen Beitrag zu einer umfassenden gymnasialen Bildung.
Im Fach Religionskunde und Ethik werden die Vielfalt der Religionen und ethischen Fragestellungen aus einem neutralen und wissenschaftlichen Blickwinkel (einer Beobachterperspektive) heraus vorgestellt. Klare Grenzüberschreitungen (z. B. Gesetzesübertretungen von bestimmten religiösen Gruppierungen, wie religiösen Fundamentalisten o.a.) werden kritisch diskutiert.
Das Diskutieren über religiöse und ethische Fragen ist zentral für den Religionskunde- und Ethikunterricht. Nur so gelingt es, zu einer eigenständigen und argumentativ überzeugenden Position zu kommen.
Auch die direkte Auseinandersetzung mit Textstellen aus Heiligen Schriften, wichtigen Statuen, Gegenständen, die alle Sinne aktivieren (z. B. Koran, Gottesstatue von Ganesha und Räucherstäben) und ethischen Problemen (z. B. Dilemma-Situationen) tragen dazu bei, die verschiedenen Religionen, religiösen Phänomene und ethischen Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven kennenzulernen.
In der ersten Klasse, wie auch in späteren Klassen werden entsprechend Exkursionen rund um das Thema Ethik und Ausflüge in verschiedene Gotteshäuser durchgeführt.
Hinweis: Es besteht die Möglichkeit, eine FA-, SA- oder MA-Arbeit innerhalb des Themenbereichs „Religionskunde und Ethik“ zu verfassen.

Ergänzungsfach

Im Ergänzungsfach Religionskunde und Ethik werden die gymnasialen Grundlagen des Faches vertieft. Die Schüler und Schülerinnen gelangen so zu fundierten Kenntnissen in den Bereichen „Sekten“, religiösem Fundamentalismus, zu Religionskritikern, in der Unterscheidung zwischen religiösen und naturwissenschaftlichen Sichtweisen, Jenseitsvorstellungen und vielem mehr.
Eine hohe Diskussionsbereitschaft zu kontroversen Themen, kritische (Selbst-) Reflexion und persönliche Stellungnahmen sind für das Ergänzungsfach Religionskunde und Ethik zentral.

Lehrpläne

Hier findest du die Lehrpläne aller Fächer.

Lehrpersonen des Fachschaftsteams:

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